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Fälschungen gab es immer und wird es immer geben. Dies ist ein Fakt mit dem die produzierende Industrie lebt und wohl auch leben muß.
Jedoch ist im Zuge der Globalisierung und der enorm schnellen und oft unkontrollierbaren Datenübertragung das Problem der Produktpiraterie zu einem erheblichen Störfaktor für die internationalen Märkte geworden. Wir sprechen heutzutage über ein (vorsichtig geschätztes) Volumen von mehr als 410 Mrd. US$ das dem Markt durch Fälschungen entzogen wird. Und dabei spielt es fast keine Rolle welches Produkt betroffen ist. Nur die Marke zählt, das technische Know-how und die Möglichkeit, die Fälschung gewinnbringend zu veräußern. In diesem Zusammenhang müssen wir unterscheiden zwischen der nichtlizenzierten Fertigung eines Produktes (typisch: Zigaretten, Luxusgüter wie Uhren, Edelhandtaschen, ...) und den Diebstahl von geistigem Eigentum zur Fertigung ähnlicher Produkte (Patentverletzungen, Industriespionage, ...).
Neben der Tatsache, daß der Verkauf von Fälschungen immer dem Zweck dient, sich an unrechtmäßig erworbenem Geld zu bereichern, müssen wir mehr und mehr feststellen, daß neu Strukturen entstanden sind, deren Aktivitäten erheblich größeren Schaden anrichten oder anrichten können. Counterfeiting und Produktpiraterie sind mittlerweile auch Mittel zum Zweck geworden, um grundsätzlich andere Ziel finanzieren zu können. Als probates Mittel zum Gelderwerb nutzen zum Beispiel terroristische Gruppen oder Kriegsparteien (wie im früheren Balkan-Konflikt) immer häufiger den Handel mit gefälschten Waren. So sind Verflechtungen entstanden zwischen dem materiell ausgerichtetem organisierten Verbrechen und dem politisch motivierten Terrorismus und dies über Ländergrenzen und Kontinente hinweg.
Der Schaden der durch Produktpiraterie entsteht ist jedoch nicht nur beschränkt auf verlorengegangene Marktanteile. Oft wird vergessen, daß das Image einer Marke durch massenhaftes Auftreten von Fälschungen  (oft in minderer Qualität) erheblich beschädigt wird. Grade im Bereich der Luxusgüter oder auch der Genußmittel ist dies eine nicht zu negierende Tatsache.
Und eine weitere direkte Auswirkung der Produktfälschung muß konstatiert werden.
Die erheblichen Investitionen für Forschung und Entwicklung neuer, hochwertiger Produkte werden immer schwieriger zu bewältigen, wenn infolge geringer werdender Marktanteile und durch Image-Schäden erlittene Einbußen der geschäftliche Erfolg für den Produzenten minimiert wird. Dies führt zur Verlangsamung innovativer Prozesse in der Industrie und Forschung. Ein besonderes Beispiel ist hier die pharmazeutische Industrie.
Wir bieten seit vielen Jahren unseren Mandanten Hilfe und Unterstützung bei der Bekämpfung ihres speziellen Problems der Produktfälschung.
Dies beginnt bei der Erarbeitung von Produkt- und marktspezifischen Übersichten bezüglich des Auftretens von Fälschungen der eigenen Marken bzw. von branchenüblichen Marken um das Problem in seiner gesamten Tragweite erkennen zu können. Der Hauptteil unserer Arbeit wird jedoch mit der Identifizierung der kriminellen Strukturen der agierenden Personen. (Produktion, Supply-Chain-to-Market [Logistik], Verteilung und Infiltration des Marktes) geleistet. Diese sehr komplexen Ermittlungen erstrecken sich meist über den gesamten Globus.
Zielstellung ist es immer, die Produktion von Fälschungen einzudämmen, Versorgungskanäle zu kappen und den Verkauf von Fälschungen in jeglicher Art zu behindern. Die Mittel zur Durchsetzung dieser Ziele sind vielfältig und nutzen die gesamte Bandbreite. Hierzu zählt u.a. die Zusammenarbeit mit den zuständigen Ermittlungsbehörden in den jeweiligen Regionen, die Sensibilisierung verantwortlicher politischer Strukturen bis hin zur Veränderung sicherheits-relevanter Abläufe im eigenen Unternehmen zur Sicherung zukünftigen geistigen und materiellen Eigentums.
Noch einmal: Die Fälschung wird das Geschäftsleben und unsere Gesellschaft immer begleiten. Es ist nur erforderlich, ihre Signifikanz erheblich zu reduzieren.
Bitte kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen.

 
 

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